Game of Thrones: Warum auch Serien sinnvolle Wege sind, sich Wissen über Führung anzueignen

Leadership by Game of Thrones – Wirksamer führen mit den Helden von Westeros

Ein gelungenes Buch von Mark Hübner-Weinhold und Manfred Klapproth

 

Hier mein Referral den ich bei Amazon gegeben habe, nachdem ich das Buch gelesen habe.

 

Ein gelungenes Konzept – Führung in allen Facetten – ob gut oder schlecht – deutlich gemacht an den Figuren aus der Game of Thrones. Für Leser, die die Serie oder die Romanvorlage von George R.R. Martin kennen, sind die vielfältigen Nuancen leicht nachvollziehbar. Aber auch Leser, die die Serie nicht kennen, kommen auf ihre Kosten. Denn das Buch ist ein hervorragendes Kompendium zum Thema Leadership, sehr gut recherchiert und aufbauend auf Wissen der aktuellen Managementliteratur und von Klassikern des Managementwissens. So kommen John. P. Kotter, Fredmund Malik, Stephen R. Covey, Frederic Laloux , Niels Pfläging, Reinhard K. Sprenger und Daniel Goleman zu Wort, auch der Bezug zur VUCA Welt und agiler Führung und die neuesten Erkenntnisse der Neurowissenschaft, die für das Themengebiet Führung anwendbar sind, geben dem Leser einen guten Überblick über alle wichtigen Führungskonzepte. Ich werde dieses Buch in meinen Führungskräftetrainings in die Literaturempfehlungen aufnehmen.

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Radical Candor – Be a Kick-Ass Boss Without Losing Your Humanity

Kim Scott, Top Coach aus den USA und ehemalige Führungskraft bei Google und Apple hat mit Radical Candor ein gutes Konzept entwickelt, wie man über den Einsatz werschätzenden, offenen und zeitnahen Feedbacks Führungserfolge erreicht.

Heute konnte ich im Rahmen einer Konflikmoderation gut auf dieses Konzept zurückgreifen. Anlass war die Beschwerde einer Führungskraft, dass sie mangelnde Wertschätzung spürt, weil sie kein offenes und ehrliches Feedback bekommt.

Was hilft?

  • Offene Themen oder Probleme z.B. Fehlverhalten, nicht nachvollziehbare Entscheidungen, ungeklärte Fragen offen und ehrlich zur Sprache bringen
  • Zeitnah
  • Mit persönlicher Wertschätzung
  • Ohne Vorwurf
  • Gründe hinterfragen
  • Akzeptieren, dass manche Information nicht fließt,
    weil sie Vertraulichkeitsvereinbarungen unterliegt

Kim Scott
S. 22ff

 

 

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Entscheiden

„Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden“ ¹

Heinz von Foerster, (* 1911, † 2002) österreichischer Physiker, Kybernetiker und Philosoph, von dem diese Aussage stammt,hat die Kybernetik und insbsondere die Managementkybernetik wesentlich geprägt. Er ist Vertreter des radikalen Konstruktivisimus und hat u.a. die Kybernetik 2. Ordnung entwickelt.

Das obengenannte Zitat  ist ein für mich sehr wichtiger Satz im Rahmen vieler Managemententscheidungen geworden, seien es eigene Entscheidungen, die ich treffen mußte oder seien es  Entscheidungen meiner Klienten gewesen, wo diese mich um Rat  oder Unterstützung bei der Entscheidung gebeten haben.

Erst bei solchen „Ent“ scheidungen ist die Führungskraft „Entscheider“ und wird wirklich gefordert. Alle anderen aus Argumenten und Abwägungen sogenannten „rationalen“ Entscheidungen sind eigentlich keine Entscheidungen, hier wird die  Führungskraft nur noch zum „Abnicker“.

Ich selbst habe im Rahmen einer Syntegration für ein sehr großes deutsches Familienunternehmen, die ich als Moderator begleitet habe, den Inhaber in einer Kleingruppenarbeit wütend gemacht, als ich ihm verdeutlicht habe, dass viele seiner sogenannten Entscheidungen nur ein Abnicken sind. Im Anschluß an die Kleingruppe nahm er mich zur Seite und bedankte sich dafür, dass ich ihm die Augen geöffnet habe.

Da zu passt auch eine Geschichte, die Peter Drucker häufig erwähnt:

Alfred P. Sloan (* 1875, † 1966) führte in der ersten Hälfte des 20. jahrhunderts 33 Jahre lang General Motors, 23 jahre lang als CEO und 10 Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender. Von ihm wird folgendes berichtet. Ihm wurde ein sehr gut vorbereiteter Vorschlag zur Entscheidug vorgelegt. Er sagte: „Meine Herren, ich sehe, dass wir uns bei dieser Entscheidung aller einig sind. Dann schlage ich vor, dass wir die weitere Diskussion über dieses Thema auf unsere nächste Sitzung vertagen, um uns Zeit zu geben, zu unterschiedlichen Auffassungen zu gelangen und vielleicht etwas Verständnis zu entwickeln, worum es bei dieser Entscheidung wirklich geht“²

¹Heinz von Foerster
S. 54

²zitiert nach
Frank Arnold
S.26

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The Triple I Organization

Charles Handy, geb. 1932 in Irland, ein bedeutender Organisationswissenschaftler, Wirtschafts- und Sozialphilosoph und Mitbegründer der London Business School hat viele Jahre die Managementliteratur berreichert.

In seinem Buch The Age of Unreason prägt er ein einfaches Prinzip für Erfolg und Effektivität

„The new formula for success, and for effectiveness, is

I3 = AV ,

Where I stands for Intelligence, Information and Ideas, and AV means Added Value in cash or in kind. In a competitive information society brains on their own are not enough, they need good information to work with and ideas to build on if they are going to make value out of knowledge”.

Einfacher kann man es aus meiner Sicht kaum ausdrücken.

Charles Handy
The Age of Unreason

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