Interim Manager gesucht, der etwas ausbaldowern kann

Da habe ich doch gleich mal recherchiert, was der Kunde wohl gemeint hat.

Mein Kunde, ein dynamischer  Softwareanbieter im IoT Umfeld sucht einen Interim Vertriebs-/BizDev Manager, der

  • den Willen hat, etwas zu bewegen
  • Auch mal Mut zur Lücke hat
  • Can Do Mentalität hat
  • Drive mitbringt
  • und die

Fähigkeit etwas auszubaldowern

Letzteres heißt laut Wörterbuch:

1. auskundschaften, mit Geschick ausfindig machen
2. planen, sich ausdenken, ausklügeln
Wer also immer sich angesprochen fühlt, kreative neue Wege in der Gewinnung von Vertriebspartnern und Kunden gehen will und sich gut im Bereich Edge Computing, IoT und Embedded Software auskennt, melde sich bitte bei mir.
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OKR – Alter Wein in Neuen Schläuchen – oder Neuer Wein in Alten Schläuchen?

Soeben wird mir bewußt, dass ich in meinem neuen Dossier zu OKR eine Redewendung verwende, die es in zwei Versionen gibt. Und ich bin mir sicher, nicht nur mir passiert es, dass beide verwechselt werden.

Was ist richtig?

Am Beispiel OKR will ich das kurz betrachten.

Interpretation 1:

OKR ist ein Managementkonzept, dass viele bekannte und weit verwendete Managementkonzepte wie z.b. MBO, Balanced Scorecard, Hoshin Kanri, PDCA, S.M.A.R.T  bzw. Teile davon nutzt und integriert.

Insofern ist es Bekanntes in einem neuen Rahmen, also: Alter Wein in neuen Schläuchen? Nur was passiert mit altem Wein? Auch in neuen Schläuchen wird er, wenn er bereits überaltert ist, nicht genießbarer dadurch. Wenn es aber ein alterungsfähiger Wein ist, kann seine Verwahrzeit durchaus verlängert werden und der Wein noch weiter reifen.

Interpretation 2:

Ursprünglich geht dasZitat geht auf die Wendung in der Bibel nach Matthäus 9,17 zurück: „Auch gießt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißen die Schläuche, der Wein wird verschüttet, und die Schläuche sind verdorben.“

Das hieße also Neuen Wein in Alte Schläuche zu gießen, wird nicht helfen. Ein Erlebnis letzte Woche in Zusammenhang mit OKR hat mir dieses gezeigt. In einem großen Online Workshop zu OKR, der von einem großen Interim Management Provider veranstaltet wurde, zeigten die vielen Fragen der Teilnehmer (zum überwiegenden Anteil sehr erfahrene Führungskräfte, die als Interim Manager arbeiten oder Interim Manager beuftragen), dass das eigentlich Neue und Andere an OKR nicht verstanden wurde. Die Fragenden haben in ihren alten Konzepten (Schläuchen) gedacht und nach Analogien gesucht, am Ende mit dem Ziel, das Konzept OKR abzustempeln als einfach eine neue Sau, die durchs Dorf gejagt wird. Und es ist klar: Wenn diese dann, weil es Mode ist, OKR einführen, wird das Ganze scheitern, weil sie den neuen Wein nur in alte Schläuche füllen.

Ich denke OKR ist wirklich etwas Neues. Ich bin begeisterter Verfechter dieses Managementkonzeptes.

Am Donnerstag dieser Woche stelle ich OKR in einem kostenlosen Online-Workshop des Hamburger Consulting Unternehmens Hebewerk vor.

Workshop Change Projekte mit OKR umsetzen

Anmelden kann man sich hier: hebewerk-consulting.de/change-projekte-mit-okr-umsetzen/

Mehr zu OKR

Was sich genau hinter OKR verbirgt, ist nachzulesen in meinem aktuellen Dossier, das auf meiner Webseite kostenlos heruntergeladen werden kann.

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Multi Door Courthouse – Streitende zum Streit-Ende führen

Was tue ich eigentlich bei einem Streit, bei einem Konflikt, sei es nun mit meinem Nachbarn, meiner Versicherung, meinem Arbeitgeber, einem Auftragnehmer, in der Familie oder wo auch immer.

Zuerst versucht man es noch selbst aber irgendwann reicht auch das nicht mehr. Und je nach dem auf welcher Eskalationsstufe des Konflikts (ein Konzept von Friedrich Glasl, ausführlich beschrieben in seinem Buch Konfliktmanagement) man ist, geht es dann schnell zum Anwalt und in der nächsten Stufe dann zum Gericht.

Doch es gibt auch andere Wege. Schon in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde vom Harvard Professor Frank Sander das Konzept des Multi-Door Courthouse  entwickelt.

Kurz gesagt: Es gibt verschieden Wege einen Konflikt zu lösen, vor allem alternative Wege zum klassischen Rechtsstreit, der vor Gericht endet. Zu nennen sind u.a. Konfliktcoaching, Mediation, Schlichtung, Schiedsverfahren etc.

Und welches das richtige Verfahren ist, soll über den Weg durch die richtige Tür zur Konfliktbearbeitung führen. Was fehlt ist ein Streitnavigator.

In einer Online Erfahrungsaustausch des Bundesministeriums für Justiz mit dem Titel „Mediation in Zeiten von COVID-19“ am 15.12.2020 schlug Viktor Müller, der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Mediation vor, eine Imagekampagne für die Mediation zu starten. Mein Hinweis, dieses nicht nur für die Mediation, sondern für alle alternativen Verfahren zu machen und dann eine Konflikthotline zu etablieren, an die sich Streitende wenden können, fand allgemeine Zustimmung des Panels. Aber wie immer benötigt es da auch jemand, der die Initiative ergreift.

Am Ende war Viktor Müller es dann, der das Thema weiterverfolgt hat, aber entsprechend dem Stiftungsauftrag auf die Mediation beschränkt. Schade zwar aber zumindest ein erster Schritt.

Diese Woche ist das Portal streit-ende.de live gegangen. Das von mir gegründete und geführte Unternehmen Mediation GmbH, Betreiber des größten deutschen Mediatorenverzeichnisses mediator-finden.de sponsort die Seite und die jetzt startende Imagekampagne.

Meine für den Multi Door Courthouse Ansatz vorgesehene Domain streitnavigator.de werde ich dann bis auf weiteres direkt auf die Seite streit-ende.de verlinken.

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