Leadership und Führungswirkung

Vor einer Woche habe ich einen neuen Coachingprozess begonnen. Coachee ist eine Führungskraft, die vor einigen Monaten die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen hat, in dem sie schon einige Jahre als Führungskraft tätig wahr.

Immer ein schwieriger Rollenwechsel, der sowohl im Unternehmen für Unruhe sorgt (warum der und nicht eine andere Führungskraft, warum intern und nicht mal frischer Wind von außen) als auch die Führungskraft in der neuen Rolle vor eine große Herausforderung stellt.

Zu Herausforderung des Rollenwechsels gefällt mir in diesem Zusammenhang ein einfaches Modell von Stefan Wachtel, einem der führenden Rhetoriktrainer Deutschlands, der Spitzenpolitiker und Spitzenmanager regelmäßig  coacht.

Aufmerksam wurde ich auf Stefan Wachtel aufgrund seines Buches

Sei nicht authentisch!

wo mir zum ersten mal plastisch vor Augen geführt wurde, dass die Standardaussage, gute Führungskräfte sollen vor allem authentisch sein, völlig verfehlt ist. Führungskräfte sollen dagegen in ihrer Rolle authentisch wirken. Das heißt die Rolle bestimmt, was authentisch ist.

Das oben angedeutete Modell findet sich in Wachtels Buch:

EXECUTIVE MODUS

12 TAKTIKTEN FÜR MEHR FÜHRUNGSWIRKUNG

Bei dem Wechsel der Rolle in den Executive Status kommt es darauf an vom

Modus 1 = Expert
in den
Modus 2 = Executive       zu wechseln.

Plakativ stellt Wachtel Begriffspaare gegenüber, die bei genauerem Nachdenken selbsterklärend sind. Wer mehr Erklärungen braucht, kann diese ausführlich in seinem Buch nachlesen.

EXPERT EXECUTIVE
Maschinenraum

Sachlich

Vollständig

Schriftlich

Papier

recht behalten

Neuigkeit

Komprimiert

Komplex

Stumpf

Herkömmlich

nur – authentisch

Flughöhe

Persönlich

Auswahl

Mündlich

Aktion

„alles ist wahr“

Wiederholung

Entzerrt

Einfach

Pointiert

Attraktiv

Rollenbalance

©Stefan Wachtel 2017

 

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