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Entscheiden

„Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden“ ¹

Heinz von Foerster, (* 1911, † 2002) österreichischer Physiker, Kybernetiker und Philosoph, von dem diese Aussage stammt,hat die Kybernetik und insbsondere die Managementkybernetik wesentlich geprägt. Er ist Vertreter des radikalen Konstruktivisimus und hat u.a. die Kybernetik 2. Ordnung entwickelt.

Das obengenannte Zitat  ist ein für mich sehr wichtiger Satz im Rahmen vieler Managemententscheidungen geworden, seien es eigene Entscheidungen, die ich treffen mußte oder seien es  Entscheidungen meiner Klienten gewesen, wo diese mich um Rat  oder Unterstützung bei der Entscheidung gebeten haben.

Erst bei solchen „Ent“ scheidungen ist die Führungskraft „Entscheider“ und wird wirklich gefordert. Alle anderen aus Argumenten und Abwägungen sogenannten „rationalen“ Entscheidungen sind eigentlich keine Entscheidungen, hier wird die  Führungskraft nur noch zum „Abnicker“.

Ich selbst habe im Rahmen einer Syntegration für ein sehr großes deutsches Familienunternehmen, die ich als Moderator begleitet habe, den Inhaber in einer Kleingruppenarbeit wütend gemacht, als ich ihm verdeutlicht habe, dass viele seiner sogenannten Entscheidungen nur ein Abnicken sind. Im Anschluß an die Kleingruppe nahm er mich zur Seite und bedankte sich dafür, dass ich ihm die Augen geöffnet habe.

Da zu passt auch eine Geschichte, die Peter Drucker häufig erwähnt:

Alfred P. Sloan (* 1875, † 1966) führte in der ersten Hälfte des 20. jahrhunderts 33 Jahre lang General Motors, 23 jahre lang als CEO und 10 Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender. Von ihm wird folgendes berichtet. Ihm wurde ein sehr gut vorbereiteter Vorschlag zur Entscheidug vorgelegt. Er sagte: „Meine Herren, ich sehe, dass wir uns bei dieser Entscheidung aller einig sind. Dann schlage ich vor, dass wir die weitere Diskussion über dieses Thema auf unsere nächste Sitzung vertagen, um uns Zeit zu geben, zu unterschiedlichen Auffassungen zu gelangen und vielleicht etwas Verständnis zu entwickeln, worum es bei dieser Entscheidung wirklich geht“²

¹Heinz von Foerster
S. 54

²zitiert nach
Frank Arnold
S.26

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The Triple I Organization

Charles Handy, geb. 1932 in Irland, ein bedeutender Organisationswissenschaftler, Wirtschafts- und Sozialphilosoph und Mitbegründer der London Business School hat viele Jahre die Managementliteratur berreichert.

In seinem Buch The Age of Unreason prägt er ein einfaches Prinzip für Erfolg und Effektivität

„The new formula for success, and for effectiveness, is

I3 = AV ,

Where I stands for Intelligence, Information and Ideas, and AV means Added Value in cash or in kind. In a competitive information society brains on their own are not enough, they need good information to work with and ideas to build on if they are going to make value out of knowledge”.

Einfacher kann man es aus meiner Sicht kaum ausdrücken.

Charles Handy
The Age of Unreason

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