Polestar 2 Probefahrt – ein 30 min. Eindruck

Heute bestand in Hamburg die Gelegenheit für eine Polestar Probefahrt. Insgesamt acht Polestar 2 und ein Polestar 1 standen für Probefahrten zur Verfügung.

Der Andrang war groß. Polestar hatte im Vorfeld Termine vereinbart, so dass pro Stunde 9 Probefahrten stattfinden konnten.

Es war ja heute ein Bombenwetter aber auch für schlechtes Wetter war vorgesorgt und einen kleinen Imbiss (kaffee, Kuchen, Kaltgetränke) gab es auch.

 

Nach dem kurzen Check-In mit Führerschein-Überprüfung und den üblichen CoViD19 Formalitäten, wurden die Kunden von einer oder einem Betreuer/in in Empfang genommen und zum Auto geführt. Dieses war zwischenzeitlich nach der letzten Probefahrt desinfiziert und gereinigt.

Von mir aus Danke an Lisa, die mich kompetent betreut hat. Die ganze Zeit immer mit dem I-Pad in der Hand, hat sich mich ohne nervend zu sein, interviewt über meine Erlebnisse und Eindrücke und die Interviewergebnisse erfasst.

Eine erster Blick in den Kofferraum. Dieser ist ansprechend groß, die Klappe läßt sich elektrisch öffnen und schließen. Letzteres ein klarer Pluspunkt gegenüber dem direkten Wettbewerber das Tesla Model 3.

Der Innenraum wirkt sehr gut verarbeitet, die (veganen) Sitze sind vom Material sehr ansprechend und bequem und gefallen mir besser als im Model 3, die Abdeckungen dagegen wirken sehr einfach und billig.

Nun zum Funktionspanel und zur Anzeige. Ich war und bin kein Freund der One-Screen Anzeige im Model 3, einer der Gründe, warum ich mich vom Model 3 getrennt habe. Und inzwischen ist die Reduzierung aller Funktionen auf ein Panel sogar stark in die Kritik geraten, bis hin zu Fahrverboten für Fahrer, die dieses während der Fahrt genutzt haben.

Hier sind die Informationen da wo sie hingehören. Um so besser hier auch die Google Integration die hervoragend auf Sprachbefehle reagiert hat, zumindest haben wir während der Probefahrt die Navigation getestet.

Und dann gibt es immer noch Hebel und Tasten. die ebenso wie einige andere Elemente auf die Herkunft Volvo hinweisen.

Und wie ist das Fahrverhalten, der Verbrauch, die Funktioalität der Fahrerassistenzsysteme?

Ein erster Eindruck ist positiv, die Lenkung reagiert direkt, die Spurführung soweit man das im Stadtverkehr überhaupt testen kann, ist gut, die Rekuperation ist in zwei Stufen einstellbar. Für mich als erfahrenen Elektromobilisten keine Überraschungen aber auch keine echten Highlights. So muss ein Elektrofahrzeug fahren.

Aber ehrlich beurteilen kann ich das nach knapp 30 min. Stadtverkehr nicht, dafür müßte ich das Fahrzeug länger fahren können.

Zum Schluß freute ich dann doch auf die Rückfahrt in „meinem“ Polestar 1 (links). Ach übrigens: Für die Strecke von Lübeck nach Hamburg und zurück (ca. 180km) habe ich eine privat an der Solaranlage erzeugte Batterieladung + 10% Nachladen am Eventort und für ca. 30 km Autobahnfahrt bei Tempo 120 ca. 2 l Benzin verbraucht. Also beim Polestar 1 sind das gute Reichweite-n und Verbrauchswerte.

Fazit: Die Masse der deutschen Autokäufer, die weniger auf technische Spielereien als auf Komfort und Bearbeitungsqualität sowie Fahrverhalten und ausgereifte Assistenzsysteme Wert legen, finden im Polestar 2 eine sehr gute Alternative zum Hypefahrzeug Model 3.

3 Gedanken zu „Polestar 2 Probefahrt – ein 30 min. Eindruck“

  1. Hallo, auch ich hatte die Gelegenheit im August den P2 zu fahren. Was Qualität und Verarbeitung angeht, ist der P2 erhaben gegenüber dem M3 von Tesla. Leider ist mir der Innenraum viel zu klein geraten. Die riesige Mittelkonsole ist echt mein Killer-Feature. Außerdem habe ich das Gefühl zusammengequetscht in dem Auto zu sitzen. Wer vom M3 kommt so wie ich, wird nicht umsteigen. Anders die vom normalen Verbrenner kommen werden. Diese werden sicherlich begeistert sein. Ein wirklich gutes Auto – der P2 – aber nicht für jeden….

  2. Kunde Karsten schreibt:
    Ich fahre seit Dezember 2020 einen Polestar2.
    Die Fahrleistungen sind gut, der Verbrauch liegt aber selbst im Sommer und bei sehr ruhiger Fahrweise bei 22 kw /100 km und damit gut 10% über der Angabe von Polestar.
    Ärgerlich sind stets die Anzeigen dass ein Update vorliegt. Die Anzeige erfolgt jeweils ausgerechnet dann, wenn man startet. Dann soll man das Auto stehen lassen für 1,5 Stunden.
    Ja habt ihr sie noch alle? Das grenzt doch an Verarschung, wenn man gerade losfahren will.

    Es gibt ausreichend Möglichkeiten den Halter vorab zu informieren, damit er sich auf ein Update vorbereiten kann, weshalb soll man das Update gerade dann beginnen wenn man starten möchte.
    Ich hatte auch schon den Hinweis, dass ein Update erfolgen sollte obwohl gar kein Update vorlag, das ist ja noch geiler.
    Und wenn man dann zurück ist von der Fahrt und die Nachricht geben möchte dass das anstehende Update jetzt gestartet werden kann- tja, dann findet man im System keine Möglichkeit das zu tun.
    Also Polestar, ein schönes Auto allein ist nicht alles, ein guter Service gehört auch dazu.
    Seht zu, was ihr da verbessern könnt. Ich hatte mich bereits zweimal telefonisch bei Ihnen direkt gemeldet, jetzt reicht es mir und ich würde gern auch mit anderen Polestar Besitzern dazu Erfahrungen austauschen.

    1. Hallo Karsten,
      dass ist in der Tat ärgerlich.
      Das Update Verhalten erinnert ein bißchen an Windows, wie oft wollte ich schnell den Rechner runterfahren, um dann nach Hause zu fahren, dann startete automatsich ein Update (inzwischen kann man das ablehnen) und der Rechner darf nicht heruntergefahren werden.

      Ich kann berichten, das das mit den Updates bei Tesla seit Anbeginn (ich fahre seit 8 Jahren Tesla) anders war. Updates wurden rechtzeitig angekündigt und allenfalls nachts zwischen 2 und 3 Uhr gestartet, nie länger als 60 min. man konnte aber immer auch eine spezielle Zeit auswählen oder verschieben. Da muss Polestar wirklich nachbessern.

      Und die „Service-Hölle“ habe ich bei Tesla auch erlebt, inzwischen ist dort alles Spitze, ich denke Polestar braucht noch ein bißchen. Wie ist denn der lokale/regionale Volvo-Händler mit Polestar-Lizenz erreichbar?

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