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Gealteter Kraftstoff – noch nie gehört

Vor einigen Tagen überraschte mich mein Polestar mit folgender Fehlermeldung.

„Gealterter Kraftstoff – Zum Kraftstoffverbrauch Motor starten“.

Am nächsten Tag lief nach dem Start des Fahrzeugs sofort der Benzinmotor zusammen mit der Fehlermeldung.

„Gealterter Kraftstoff – Motor läuft zwecks Kraftstoffverbrauch“.

Die Funktion Elektrobetrieb war nicht auswählbar.

Eine Rückfrage beim Customer Support ergab die Antwort, der Motor würde nach 10-20km  von selbst ausgehen und das Fahrzeug auf Elektrobetrieb umschalten.

Dem war aber nicht so. Auch nach über 90 km im Benzinbetrieb war ein Umstellen auch manuell nicht möglich.

Erst das Nachtanken und damit Mischen des gealtertem Kraftstoffs mit frischem behob das Problem.

Irgendwo nachvollziehbar, aber trotz allem nicht sinnvoll. Ich würde es akzeptieren, wenn es einen Hinweis in der Betriebsanleitung gäbe, wo emofohlen wird, alle xxx km oder nach einem Zeitraum von xxx Tagen eine kurze Strecke im Verbrennerbetrieb zu fahren.

 

BDU erneuert

Nun hat der Werkstattaufenthalt für mein Batterierproblem über 2 Wochen gedauert. Vor allem die Fehlersuche war wohl aufwändig. Letztlich hat es an einem Schaltschütz in der BDU( Battery disconnect unit) gelegen, der defekt war. Ein Probelm, dass wie ich jetzt recherchiert habe, auch beim Polestar2 vorkommt. Nebenstehend ein Foto der ausgebauten BDU.

Eingebaut sieht diese dann aus dem Blickwinkel Kofferraum wie folgt aus:

Mir wurde für die Ausfallzeit ein Mietwagen, leider ein Diesel VAN der Marke Ford, zur Verfügung gestellt, den ich so schrecklich fand, dass ich ihn in der Zeit nur ein einziges Mal bewegt habe, um meinen reparierten Polestar aus der Werkstatt zu holen. Zum Glück ist ja mein in die Jahre gekommenes aber immer noch sehr geliebtes Tesla Model S eine gute Alternative gewesen.

 

 

Heritage

Folgende Grafik fand ich in einem Forum im Internet (wurde auf einer Volvo Medien Seiten entdeckt).

Oben der Volvo P 1800 unten der Polestar 1.

Und in der Tat, auch in der Natur ist die Herkunft des Polestar 1 erkennbar.

 

Ein Auto das nicht fährt – ist überhaupt nichts wert

Da war ich doch fest davon ausgegangen, dass die Probleme, die ich mit dem Leihfahrzeug hatte (es war ein Vorserienfahrzeug) mit dem neuen Fahrzeug nicht auftreten.

Pustekuchen, sogar scheinbar noch schlimmer.

Folgendes Fehlerbild war bei mir im letzten Jahr viermal aufgetreten. Aufgrund einer fehlenden Ladung  (wohl ein SW-Fehler) war die 12 Volt Batterie leer und das Fahrzeug konnt nur mit Starthilfe gestartet werden.

Dasselbe Problem vermutete ich heute wieder. Über die Polestar Assistence (sehr netter Service und sehr kurze Wartezeit am Telefon) habe ich mir heute Starthilfe angefordert, weil die 12 Volt Batterie wieder ausgefallen war.

Wie merkt man das? Die Türverriegelung reagiert nicht auf die Fernbedienung, die Fahrertür kann mit einem Notschlüssel, der in die Fernbedienung integriert ist, trotzdem geöffnet werden.

Nach ca. 2 Stunden kam dann ein ADAC Techniker und nach Kopplung des Boosters mit der 12 Volt-Batterie sprang der Benzinmotor problemlos an.

Erst jetzt sah ich, dass das Fahrzeug trotz Kopplung mit der Wallbox die Hochvoltbatterie nicht geladen hat. Angezeigte Kapazität (elektrische Restreichweite) war 0.

Das heißt jetzt aber nicht, dass die Batterie sich entladen hat, ich war letzte Woche mit leerer Batterie und Benzinmotor (die letzten 500 m vor dem Grundstück) zu Hause angekommen. Das Fahrzeug schaltete bei leerer Batterie erwartungsgemäß automatisch vom Pure Mode in den Hybrid Mode und damit auf den Benzinmotor um.

Zuhause wurde der Polestar gleich an die Wallbox angeschlossen, die auch Ladesignale zeigte.

Auf Anraten des ADAC Technikers habe ich dann nach dem Starten das Fahrzeug 20 min mit dem Benzinmotor bewegt, um mit der Lichtmaschine die 12 V Batterie zu laden und bin wieder zum Carport zurück.

Das war die erste echte Fahrt mit Benzinmotor. Die ersten ca. 1.400 km bin ich bis jetzt rein elektrisch unterwegs gewesen.

Obwohl ich „Laden während der Fahrt“ eingestellt habe, ist die Hochvoltbatterie nicht auf über 7 km Restkapazität gekommen, erst dann wird es im Hybridmodus angezeigt. Die Anzeige, auf der im Fahrzeug der Lademodus angezeigt wird, zeigte auch keine entsprechenden Ladesignale.

Auch einige andere Anzeigen zeigten nur eingeschränkte Funktionalität. Viele der Fahrzeugfunktionen waren nicht aktivierbar,

 

 

 

die Kindersicherung war deaktiviert,  

der Spoiler war nicht ausfahrbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich ca. 1 min. nach Ausschalten des Motors das Fahrzeug im Carport noch ein wenig zurücksetzen wollte und es erneut starten wollte, erneut keine Reaktion.

Ich habe dann die Wallbox wieder angeschlossen. Auf dem Display war kurz eine elektrische Restreichweite von 7, dann 6, dann 5, dann 4 km angezeigt. Danach war die Anzeige schwarz.

Sämtliche Restkapazitäten waren wieder erschöpft.

Jetzt steht der Polestar 1 wieder wie tot im Carport und wartet darauf, dass er am Montag abgeschleppt wird.

Polestar 1 im Doppelpack

Doppeltes Lottchen

Leider kein Kaiserwetter heute.  Trotzdem endlich:

Mein Polestar 1 wird heute angeliefert. Und der leihweise seitens Polestar über ein Jahr bereitgestellte Polestar 1 wird abgeholt.

Bei der insgesamt geringen und begrenzten Auflage des Autos (2.000 Stück) kann ich von Glück reden, rechtzeitig (in 2019) bestellt zu haben. Denn der Polestar 1 ist für mich als inzwischen überzeugten Elektromobilisten (Tesla Model S, Tesla Model 3)  das weltweit einzige überzeugende Hybridfahrzeug mit  mehr als 100 km im Praxisbetrieb nachgewiesener elektrischer Reichweite und voller Funktionalität eines Verbrenners. Dass der Polestar 1 dazu noch besonders schnittig aussieht und über eine hohe Systemleistung verfügt, rundet dieses Konzept ab.

Nun standen für wenige Minuten zwei dieser wunderschönen Autos auf unserer Einfahrt.

Gleich startet die erste Probefahrt zu einem Termin bei einem Kooperationspartner. Mal sehen, ob ich Unterschiede feststelle.

 

Auweia – Verringerte Leistung – Maximale Fahrgeschwindigkeit begrenzt

Am Freitag letzter Woche ist mir folgendes passiert.

Die Hybridbatterie hatte ca. 35% Kapazität (47km Restreichweite). Ich fuhr im Hybridmodus auf der Bundessstraße und habe einen längeren Überholvorgang gestartet und auf der Gegenspur läßt auf einmal die Beschleunigung nach und folgende Fehlermeldung erscheint auf dem Tachodisplay.

.

Der Tacho war dann bei 109 km/h abgeriegelt. Kein vertrauensvolles Verhalten, wenn das innnerhalb eines Überholvorgangs passiert.

Als Fahrmodi waren Pure (rein elektrisches Antriebssystem) und AWD (beide Antriebssysteme aktiv) nicht auswählbar.

Ich habe kurz danach angehalten und im Mitteilungsdisplay nachgelesen.

Die Fehlermeldung wird folgendermassen beschrieben:

Nach einmaligem Abschalten und Anschalten der Zündung war die Fehlermeldung weg und das Fahrzeug stand mit voller Beschleunigungsleistung wieder zur Verfügung.

Ich werde das jetzt dem Polestar Support melden, mal sehen was dort als Reaktion kommt.

 

 

 

Polestar 1 Verbrauchswerte

Letzte Woche hatte ich meine ersten größeren Reisen mit dem Polestar 1.

Am Dienstag und Donnerstag jeweils 450 km pro Tour ,  am Freitag zwei Fahrten a 250  km.

Auf den langen Touren bin ich jeweils mit voller Batterie gestartet und habe während einer Pause von ca. 30 min an einer CCS Ladestation die jeweils fast leere Batterie einmal halb voll geladen,

D.h. mit 450 km und ca 45 kWh Verbrauch mußte der Rest der Strecke mit Benzin betrieben werden. Strecke überwiegend Autobahn (90%) . Mein Fahrstil war ruhig (120 km/h-130 km/h) wo möglich, an Baustellen entsprechend weniger.

Durschnittsbenzinverbrauch waren ca. 5,5 l/100 km.

Ein guter Wert aus meiner Sicht.

Polestar 2 Probefahrt – ein 30 min. Eindruck

Heute bestand in Hamburg die Gelegenheit für eine Polestar Probefahrt. Insgesamt acht Polestar 2 und ein Polestar 1 standen für Probefahrten zur Verfügung.

Der Andrang war groß. Polestar hatte im Vorfeld Termine vereinbart, so dass pro Stunde 9 Probefahrten stattfinden konnten.

Es war ja heute ein Bombenwetter aber auch für schlechtes Wetter war vorgesorgt und einen kleinen Imbiss (kaffee, Kuchen, Kaltgetränke) gab es auch.

 

Nach dem kurzen Check-In mit Führerschein-Überprüfung und den üblichen CoViD19 Formalitäten, wurden die Kunden von einer oder einem Betreuer/in in Empfang genommen und zum Auto geführt. Dieses war zwischenzeitlich nach der letzten Probefahrt desinfiziert und gereinigt.

Von mir aus Danke an Lisa, die mich kompetent betreut hat. Die ganze Zeit immer mit dem I-Pad in der Hand, hat sich mich ohne nervend zu sein, interviewt über meine Erlebnisse und Eindrücke und die Interviewergebnisse erfasst.

Eine erster Blick in den Kofferraum. Dieser ist ansprechend groß, die Klappe läßt sich elektrisch öffnen und schließen. Letzteres ein klarer Pluspunkt gegenüber dem direkten Wettbewerber das Tesla Model 3.

Der Innenraum wirkt sehr gut verarbeitet, die (veganen) Sitze sind vom Material sehr ansprechend und bequem und gefallen mir besser als im Model 3, die Abdeckungen dagegen wirken sehr einfach und billig.

Nun zum Funktionspanel und zur Anzeige. Ich war und bin kein Freund der One-Screen Anzeige im Model 3, einer der Gründe, warum ich mich vom Model 3 getrennt habe. Und inzwischen ist die Reduzierung aller Funktionen auf ein Panel sogar stark in die Kritik geraten, bis hin zu Fahrverboten für Fahrer, die dieses während der Fahrt genutzt haben.

Hier sind die Informationen da wo sie hingehören. Um so besser hier auch die Google Integration die hervoragend auf Sprachbefehle reagiert hat, zumindest haben wir während der Probefahrt die Navigation getestet.

Und dann gibt es immer noch Hebel und Tasten. die ebenso wie einige andere Elemente auf die Herkunft Volvo hinweisen.

Und wie ist das Fahrverhalten, der Verbrauch, die Funktioalität der Fahrerassistenzsysteme?

Ein erster Eindruck ist positiv, die Lenkung reagiert direkt, die Spurführung soweit man das im Stadtverkehr überhaupt testen kann, ist gut, die Rekuperation ist in zwei Stufen einstellbar. Für mich als erfahrenen Elektromobilisten keine Überraschungen aber auch keine echten Highlights. So muss ein Elektrofahrzeug fahren.

Aber ehrlich beurteilen kann ich das nach knapp 30 min. Stadtverkehr nicht, dafür müßte ich das Fahrzeug länger fahren können.

Zum Schluß freute ich dann doch auf die Rückfahrt in „meinem“ Polestar 1 (links). Ach übrigens: Für die Strecke von Lübeck nach Hamburg und zurück (ca. 180km) habe ich eine privat an der Solaranlage erzeugte Batterieladung + 10% Nachladen am Eventort und für ca. 30 km Autobahnfahrt bei Tempo 120 ca. 2 l Benzin verbraucht. Also beim Polestar 1 sind das gute Reichweite-n und Verbrauchswerte.

Fazit: Die Masse der deutschen Autokäufer, die weniger auf technische Spielereien als auf Komfort und Bearbeitungsqualität sowie Fahrverhalten und ausgereifte Assistenzsysteme Wert legen, finden im Polestar 2 eine sehr gute Alternative zum Hypefahrzeug Model 3.

Elektrische Reichweite

Heute kam dann gleich der Test, wie es mit der elektrischen Reichweite steht.

Folgende Bedingungen waren gegeben.

  1. Akku war voll aufgeladen
  2. Außentemperatur 9 Grad bei Abfahrt, 12 Grad bei Rückkehr
  3. Innentemperatur im Fahrzeug 19 Grad, Sitzheizung auf Stufe 2
  4. Hinfahrt Rückenwind mit ca. 20 km/h
  5. Rückfahrt Gegenwind mit ca. 20 km/h
  6. ca. 15 km Landstraße wo zulässig mit Tempo 90 km/h, ca. 100 km Autobahn wo zulässig mit 100 km/h
  7. Streckenprofil relativ flach (Lübeck-Fehmarn)
  8. Fahrmodus PURE

Gesamtreichweite war 119,5 km

Für die Witterungsbedingungen ein sehr guter Wert.

Auf dem Foto ist zu erkennen:

Linkes Anzeigeinstrument rechts unten der Tageskilometerwert seit Abfahrt (116,5 km).

rechtes Anzeigeinstrument links unten die elektrische Restreichweite (3 km)

Rechtes Anzeigeinstrument rechts unten der Benzinverbrauch, bedingt durch die ersten 500 m Fahrt im Hybridmodus mit  Motor, (nahezu  0 l /100 km)

Auf der Hinfahrt hatte ich sogar das Gefühl, die seitens Polestar angegebene Reichweite zu übertreffen. Nachdem anfangs (der kalten Batterie und des Aufheizen des Innenraums wegen) der rechnerische Reichweitenwert auf 115 km sank, betrug er am Zielort (dank des Rückenwinds) 126,4 km.

Bin gespannt, wie die Werte dann im Sommer sind.

 

Was kann Polestar bei der Auslieferung verbessern

Eigentlich alles perfekt. Eigentlich?

Ja, es gibt einige Punkte, die die junge Elektromarke lernen kann. Möglicherweise sind das aber auch nur Punkte, die mir jetzt mit meiner Übergangsfahrzeug passiert sind und bei der Auslieferung des richtigen Fahrzeugs anders laufen.

Es wiederholt sich aber ein Teil der Erfahrungen, die ich bei Übernahme meines Tesla Model S (auch eines der ersten im deutschen Markt) vor nunmehr über sechs Jahren gemacht habe.

  1. Kein Ladekabel für öffentliche Ladeinfrastruktur an Bord. Na ja keins kann man nicht sagen. Aber ein mobiles Ladegerät ausschließlich mit einem Schukostecker als Anschluss kann man ehrlich gesagt voll vergessen. Nicht einmal ein Adapter für Drehstrom ist dabei, den hatte Tesla dabei und der ist heute immer noch ein wichtiges Element wenn man unterwegs in Landhotladen will. Zum Glück habe ich Typ 2 Kabel im Haus und tausche als erstes mal das Ladekabel aus.
  2. Es gibt zwar eine App, über die das Fahrzeug in einigen Funktionen zusätzliche Features anbietet, aber leider kann ich diese nicht nutzen. Warum: Es muss erst eine ID geordert werden, die mir nun hoffentlich in den nächsten Tagen zugesendet wird. Das hätte vorher organisiert werden könne, damit der Kunde gleich die gesamte Funktionalität nutzen kann. Hier war Tesla damals besser. Die Kopplung zwischen App und Fahrezug konnte direkt bei der Übernahme des Fahrzeugs erfolgen.
  3. Keine Vorabhinweise auf einer vernünftige Ladeinfrastruktur zu Hause (das war beim Tesla Model S damals in der Markteinführung genauso), Tesla hat aber inzwischen gelernt und informiert den Kunden rechtzeitig.
  4. Kein Hinweis zu Ladekarten oder Apps zur Nutzung öffentlicher Ladeinfrastruktur weder vorab noch bei Übergabe. Andere Hersteller z.B. Audi und Porsche sind da besser. Tesla ist sowiesso mit den eigenen Superchargern in einer anderen Liga. Was ich Polestar empfehlen würde, ist eine Kooperation mit einem E-Mobility Service Provider wie z.B. Plugsurfing , die ich seit 2014 kenne und beobachte und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe und die mir gleich an der ersten Ladesäule von Hamburg Energie geholfen haben
  5. Apropos Ladesäule. Was ein absolutes Muss an der Ladesäule ist, ist die Parkscheibe, leider fehlte auch die. Inzwischen ist es üblich an öffentlicher Ladeinfrastruktur Zeitbegrenzungen einzuführen, meist zwei Stunden, in Hamburg an einigen Schnellladesäulen auch nur eine Stunde.