Und wie ist das mit der Reichweite des Tesla Model S?

Hier ist natürlich die Batteriekapazität einer der wesentlichen Einflussfaktoren. Mein Tesla Model S Performance hat eine Batteriekapazität von 85 Kilowattstunden.

Der Rest hängt mehr oder weniger von der Fahrweise und Geschwindigkeit ab. Ich habe die ersten 2 Tage einen durchschnittlichen Verbrauch von 250 wh/km gehabt. Wenn ich das so durchhalte, würde ich also 340 km mit einer voll geladenen Batterie kommen. Und in diesen Tagen war mein Fahrverhalten konservativ bis herausfordernd, allerdings mit einigen weiten Strecken auf denen ich verkehrsbedingt nicht schneller als 120 km/h fahren konnte.

Und auf der Energieanzeige konnte ich schon sehr genau sehen, was die Batterie belastet. Jedes Mal Vollgas geben, das macht natürlich am Anfang besonders viel Spaß, jede Steigung –  ein Faktor, den ich nicht beeinflussen kann –  zehren stark an der Reichweite.

Es gibt aber auch Lichtblicke und zwar nicht zu wenig: Jedes mal wenn ich den Fuß vom Gas nehme, wirkt die sogenannte Rekuperation, mit der ich die Batterie auflade, also Reichweite gewinne, genauso ist es mit jedem Gefälle. Hier kann ich tatsächlich die bei der vorherigen Steigung zusätzlich verbrauchte Energie wieder zurückgewinnen. Die Energieanzeige im Fahrzeug liefert dann schon mal Ergebnisse wie „Reichweite 999 km“. Ja, wenn es jetzt keine Reibung und keinen Luftwiderstand gäbe, dann wäre das mit der Reichweite sicherlich noch besser.

Am Ende wird ein Süddeutscher, der nach Norddeutschland fährt, deutlich entspannter fahren können, als ein Norddeutscher, der nach Süddeutschland will, das natürliche Gefälle bringt es mit sich. Vielleicht war das der Grund, warum die Testfahrer des Manager Magazins Ihre erste Testfahrt von Garmisch nach Flensburg durchführten und nicht andersherum.

Der Beitrag im Manager Magazin mit dem Titel „Dieses Auto ist zu gut für Deutschland“ ist lesenswert. Ein kurzes Zitat: „Nach drei Tagen in Teslas Model S ist klar: Das Auto hat seinen Autobahn-Test bestanden. Der Wagen widerlegt eindrucksvoll das Vorurteil, Elektroautos hätten generell ein Reichweitenproblem. Zugleich ist er eine Ohrfeige für die Autonation Deutschland.“

Ich kann das nur bestätigen.

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