Münster, Hannover und Totalverweigerer wie Lübeck

Gestern habe ich mich erst einmal auf die weitere Zukunft als Elektromobilist vorbereitet und weitere Ladeverbunde angeschrieben.
Bin gespannt, was daraus wird, nachdem ich nun zweimal regelrecht gescheitert bin.

Zum einen bei den Stadtwerken Münster, die weder auf Mails noch schriftliche Anträge für eine Kundenkarte reagieren. Scheinbar ist es nicht gewünscht, dass Ortsfremde nach Münster mit einem Elektromobil kommen, um dort zur verweilen und z.B. die örtliche Gastronomie und den örtlichen Handel zu fördern.

münsterNun ist aber die Tankkarte der Stadtwerke Münster das Sesam öffne dich. „Alle“ Kunden der Stadtwerke Münster können die Tankkarte beantragen. Was liegt da näher, als Kunde der Stadtwerke Münster werden zu wollen, aber das billigen mir die Stadtwerke Münster nicht zu.

Letztendlich kann das zwei Gründe haben. Zum einen will man natürlich keinen kostenlosen Strom abgeben und abrechnen kann man da scheinbar noch nicht (dabei würde ich doch gerne für den Saft auch zahlen), zum anderen haben die Stadtwerke Münster vielleicht Angst, dass die Kapazität des eigenen Stromnetzes nicht ausreicht, auch Fahrzeuge wie den Tesla Model S zu laden. Man muss nämlich im Antrag genau angeben welches Fahrzeug man fährt, die Leistung und weiter Informationen und sogar nachweisen, dass man Eigentümer des Fahrzeuges ist. Das hat die eventuell verschreckt.

Und dann Hannover.

Der dortige Betreiber Enercity stellt seine Ladesäulen ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Auch diese sind einem Presseartikel in der Hannoverschen Zeitung zu Folge oft zugeparkt.

Nun liegt Hannover zentral auf der Strecke nach Süddeutschland und wäre ein guter Zwischenstopp für mich, den ich auch gut mit Kundenterminen verknüpfen könnte.


Ich bin kein Freund davon, mir RFID Karten auszuleihen oder per SMS zu tanken. Was liegt also näher sich von Enercity eine RFID Karte zusenden zu lassen. Zweimal habe ich bereits in den letzten Wochen den Antrag im Internet ausgefüllt. Auch dort muss ich den Fahrzeugtyp Tesla Model S und dazu noch den Händler angeben. Leider wird das Versprechen, mir eine Ladekarte zuzusenden, nicht eingehalten.HannoverHabe es jetzt noch einmal versucht, mal sehen – aller guten Dinge sind vielleicht drei.

Nachtrag 18.02.14: Heute hat sich Enercity gemeldet, dass ich als Nutzer registriert bin und ab sofort per Mobil-Telefon-Freischaltung das System nutzen kann. Hier der Link zur Anleitung von Enercity: Info E-Fahrzeuge Hannover.

Es geht also doch.

Zur Not kann man in Hannover natürlich zum Marriott am Maschsee fahren. Als erstes Hotel in Hannover verfügt es über eine öffentliche Tankstelle für Elektrofahrzeuge. Für 7,70 Euro pro Tag kann an der Ladestation (Anschluss „Typ 2“, 11 kW, 400 Volt, 16Ampere) an zwei Anschlüssen geparkt und gleichzeitig getankt werden.

Und dann als abschreckendes Beispiel die Stadt Lübeck:

Eine Großstadt mit ca. 210.000 Einwohnern und keine einzige öffentliche Ladesäule. Die nächsten öffentlichen Ladesäulen liegen ca. 15 km entfernt in Timmendorfer Strand und ca. 60 km entfernt in Hamburg.

Es gibt eine  nicht-öffentliche Säule für Besucher der Stadtwerke auf dem Gelände, das nachts und am Wochenende verschlossen ist

Ein Mitglied des „tff-forums“ hat folgendes dazu gepostet:

„Nach Aussage eines Mitarbeiters der Stadtwerke ist die Stadt Lübeck schuld daran, dass es nur diese eine Säule auf privatem Gelände gibt und keinerlei Säulen im öffentlichen Raum. Die Stadtwerke könnten einfach keine Säulen aufstellen (es blieb unklar, ob sie denn wollten, wenn sie könnten), weil die Kommune dafür keine Flächen ausweise.“

Na ja ich werde da auch nochmal nachhaken. Lübeck als Einkaufsstadt ist ansonsten für mich gestrichen.

Ein Gedanke zu „Münster, Hannover und Totalverweigerer wie Lübeck“

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