Deutschland – ein Modell für den Globus?

Unter der Überschrift „Ein Modell für den Globus“ hat Jeremy Rifkin in einem Gastkommentar für das Handelsblatt deutlich gemacht, was Deutschland braucht, um in der dritten industriellen Revolution (DIR) eine führende Rolle einzunehmen und nicht von Ländern wie China rechts überholt zu werden.

handelsblatt rifkinChina will immerhin 82 Mrd Dollar investieren, um Rifkin zufolge „ein dem Stand der Technik entsprechendes intelligentes Netz (energie Internet) aufzubauen, um Solar-, Wind- und andere erneuerbare Energien, die im ganzen Land erzeugt werden, zu verteilen.“

Noch ist Deutschland vorne und die DIR bietet laut Rifkin „die Chance, dass Deutschland die Welt bis zu Mitte des Jahrhunderts in eine neue wirtschaftlich Ära führt“.

Die DIR beschreibt Rifkin in seinem Buch Die dritte industrielle Revolution: Die Zukunft der Wirtschaft nach dem Atomzeitalter. Sie fußt nach Rifkin auf fünf Pfeilern:

1. „Der Übergang zu erneuerbarer Energie“ (hier ist Deutschland Vorreiter mit derzeit 23 % Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, die auf 35 % bis 2020 ansteigen wird.)

2. „Der Umbau der Gebäude in Deutschland in Minikraftwerke“, um erneuerbare Ernergie dezentral zu erzeugen und bereitzustellen.

3. „Der Einbau von Wasserstoff- und anderen Speichern“, um Energie, die nicht sofort genutzt werden kann, für den Zeitpunkt der Nutzung bereitzuhalten.

4. „Die Anwendung der Internettechnik um das Energienetz in eine Energie-Internet zu verwandeln“, um den Überschuss der dezentral erzeugt wird, so zu verteilen, dass er dort, wo er aktuell genutzt wird, abgerufen werden kann.

5. „die Umstellung der Fahrzeuge auf Elektroantrieb und Brennstoffzellen“ in Verbindung mit einer Logistik, die es ermöglicht, Energie für die Nutzung intelligent und effizient bereitzustellen.

Schon in seinen vorherigen Büchern
Access – Das Verschwinden des Eigentums: Warum wir weniger besitzen und mehr ausgeben werden
und
Die empathische Zivilisation: Wege zu einem globalen Bewusstsein
hat Rifkin Modelle aufgezeigt, in denen zum Beispiel alle Elektrofahrzeuge sofern sie intelligent mit einander vernetzt sein würden, wie ein gigantischer Energiespeicher für erneuerbare Energien wirken.

Ich hätte kein Problem damit, gespeicherte Energie aus meinem Tesla Model S in das Netz einzuspeisen, wenn ich diese nicht benötige.

Sofern die Steuerung so erfolgt, dass zum einen immer genügend Energie da ist, wenn ich plane, loszufahren und ausreichend Schnellladestationen verteilt zur Verfügung stehen und zum anderen die Kosten für den möglichweise notwendigen früheren Austausch der Batterie geregelt sind, könnte das Modell funktionieren. Gerade der Tesla bietet ja reichlich Speicherkapazität.

„Die fünf Pfeiler der DIR vereinen die Kommunikation im Internet mit dem neuen Energie-Internet und einem Logistik-Internet zu einer nahtlosen, intelligenten Infrastruktur des 21. Jahrhunderts, die der Produktivität dramatischen Auftrieb gibt und die Grenzkosten für Produktion und Verteilung abstürzen lässt… Eine schnelle Energiewende versorgt Deutschland mit Energie zu Grenzkosten bei null, die es ihm ermöglichen, Effizienz und Produktivität  entlang der Wertschöpfungskette dramatisch zu verbessern“ so Rifkin in seinem Gastkommentar weiter.

2 Gedanken zu „Deutschland – ein Modell für den Globus?“

  1. Onlinekurs: Elektrische Fahrzeuge für Kurier- und Expressdienste

    Hallo,

    ich wollte mal hier mich und meine Arbeit vorstellen. Ich blogge ja über Elektroautos http://elektroautovergleich.org/ und wollte mal meine Arbeit darstellen und daher gibt es diesen Kurs:

    https://elopage.com/s/JuergenVagt/elektrofahrzeuge-in-den-fuhrpark-von-kurier-und-expressdienste

    Mit meinen Kursen kann man sich effizient und entscheidungsorientiert über E-Autos im Firmenpark informieren.

    http://elektroautovergleich.org/buecher-und-kurse-rund-ums-elektroauto/

    Viele Grüße

    Jürgen Vagt

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