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Jauchzet, Frohlocket, die Zweite

Jawoll, raus aus der Tiefgarage geht es auch ohne Probleme, also ab nach Hause. Einmal rund um die Außenalster und schon klingelt das erste Mal das Telefon. Über die Bluetooth Verbindung war es völlig einfach mein I-Phone mit dem Fahrzeug zu koppeln – das hatten wir bereits bei der Übergabe gemacht- , die Kontaktliste ist auch verfügbar, so dass ich im Fahrzeugdisplay auch gleich den Anrufer erkenne.

Ich erzähle kurz, dass ich im Auto sitze – falls es eine Unterbrechung geben sollte – und mein Gesprächspartner antwortet „Aber Du fährst doch gerade nicht, oder“. Doch sage ich, ca. Tempo 50 und mein Gegenüber ist total baff. Er weiß aber auch noch nichts von meinem neuen Fahrzeug. Gleich nachdem ich ihn aufgeklärt habe, kommt ein Satz, den ich schon im Vorfeld häufiger gehört habe. Das geräuschlose Fahren wird sicherlich in Kürze verboten werden. Und er schickt mir auch gleich einen entsprechenden Link:

http://www.faz.net/agenturmeldungen/adhoc/geraeusche-fuer-elektroautos-sollen-pflicht-werden-12685347.html

Ich hätte da einen besseren Vorschlag: Jedes Elektrofahrzeug bekommt Außenlautsprecher über das der Fahrer beliebige Geräusche an die Umwelt abgeben kann. Z.B. ein lautes Muhen einer Kuh. Ich würde mich heute für das Weihnachtsoratorium entscheiden „Jauchzet, Frohlocket“.

Mal sehen, ob Tesla mein Model S entsprechend nachrüsten kann.

Erste Fahrerlebnisse

Irgendwie weiß ich gar nicht ob der Motor läuft. Schon spannend, wenn man nichts hört und beim Loslassen des Bremspedals der Wagen sich langsam und leise in Bewegung setzt. Raus geht es aus der Halle und vom Betriebsgelände und hinein in den Hamburger Stadtverkehr.

So nun hatte ich das Navi nicht programmiert, also kurz anhalten und loslegen – ja das geht wirklich spielend leicht, keine Gimmicks, eine vollwertige Tastatur auf dem Touch Screen und dank Google muss ich nicht mal die Adresse angeben, mein Firmenname reicht – Google kennt den Weg. In Kürze mehr zu den Funktionen, Stärken und Schwächen der Navigation.

Langsam setze ich mich wieder in Bewegung und genieße die Blicke der Passanten. Der Wagen fährt einfach klasse, genau wie ich es erwartete hatte und bei der Probefahrt im Juni erlebt hatte. Ich hatte mir bereits im Tesla Service-Center eine amerikanische Internet-Radio-Station herausgesucht und genieße nun amerikanisches Radio in einem amerikanischen Auto und das mitten in Hamburg. Schade, dass sich keine Gelegenheit für einen Ampelstart neben einem Porsche ergibt, darauf hatte ich mich am meisten gefreut, aber dass kann ja noch kommen. Bis zum Büro und zur Tiefgarage sind es 20 min Weg, die wie im Flug vergehen. Bei der Fahrt in die Tiefgarage habe ich noch Respekt, weil der Tesla gegenüber meinem vorherigen Fahrzeug, einem SUV, doch eine sehr viel geringere Bodenfreiheit hat und das bei der steilen Ab- und Auffahrt vielleicht Probleme bringt.

Puh, geschafft, kein Problem einzufahren. Beim Parken nur kurz auf P drücken, der Rest geht automatisch. Kurz nach Verlassen des Fahrzeugs schließt das Fahrzeug dann von selbst.

Jauchzet, Frohlocket

Heute ist es soweit. Endlich. Sechs Monate und 12 Tage hat es seit der Bestellung gedauert. Ich kann heute mein Fahrzeug, einen Tesla Model S Performance übernehmen. Und somit kommt mein größtes Weihnachtsgeschenk tatsächlich noch einen Tag vor Heiligabend.

Inzwischen gibt es ja in Hamburg ein Service-Center und somit ist die Übergabe für einen Norddeutschen denkbar einfach.

Schon als ich aus dem Taxi aussteige, werde ich vom Fenster identifiziert. Ja viele Kunden sind es noch nicht und man sollte denken, jetzt wird einem der rote Teppich ausgerollt. Aber so ist es nicht. Ich werde vom Tesla Delivery Experience Specialist zwar mit Namen empfangen aber dann ganz geschäftsmäßig behandelt und in die große Halle gebracht, in der neben meinem Fahrzeug noch ein weiteres Fahrzeug zur Auslieferung und weitere drei Fahrzeuge im Servicebereich stehen.

Irgendetwas ist anders. Es riecht nicht nach Öl, nach Benzin, der Servicetechniker, der den einen Wagen gerade wartet, hat Jeans und Sweatshirt an, keinen Blaumann, keine verschmierten Finger.

Und nun sehe ich mein Fahrzeug:

Ja, so habe ich es mir vorgestellt. Schlanke Linien aber dabei nicht klein. Trotz allem sieht man dem Wagen die wahre Größe nicht an.

Als erstes bekomme ich den Schlüssel übergeben, ein Handschmeichler.

Foto: Tesla

Mein Ansprechpartner beglückwünscht mich zur Farbwahl, es sei der erste Tesla Model S in Braun Metallic, den er ausliefere und die Farbe gefalle ihm ausgesprochen gut – mir natürlich auch!

Es folgt eine ca. 90 minütige Einführung in das Fahrzeug, über die ich in den nächsten Einträgen noch berichten werde und dann geht es los.