Reichweitenverlust inzwischen 15%

Ich mache ja regelmäßig eine Überprüfung der Batteriekapazität, das letzte Mal vor ca. 2 Wochen auf dem Weg nach Berlin. Eine Strecke von rund 300 km, die ich bei entsprechender Fahrweise immer noch mit einer Batterieladung meistern kann. Die Außentemperatur war 10 Grad. Die Gesamtlaufleistung meines Tesla Model S beträgt inzwischen 170.000 km.

Batterieverlust mai 2017

Leider mußte ich feststellen, dass inzwischen die Kapazität um ca. 15 % unter die Kapazität aus meiner ersten Messung gesunken ist. Mir stehen nur noch knapp 65 kWh Kapazität zur Verfügung so dass bei normaler Fahrweise der Radius von 350 km auf 300 km geschrumpft ist.

Wie ich die Werte ermittele ist ausführlich im Beitrag Tesla und das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen erklärt.

So langsam kommt mein Model S in die Jahre

Nachdem vor einigen Wochen die Bremsbeläge ausgewechselt werden mussten, kommen nun mit nunmehr fast 160.000 km  die ersten Probleme im Fahrwerk. Ab Tempo 120 spüre ich ein seltsames Flattern ungefähr so als wenn ich über eine Rüttelstrecke fahre. Meine erste Vermutung ist, dass ich möglicherweise die Reifen neu auswuchten lassen muss. Ein Anruf im ServiceCenter gibt mir dann aber doch zu denken. Unwuchten zeigen sich normalerweise bei niedrigeren Geschwindigkeiten sagt man mir, ich möge doch vorbeikommen, damit man sich das anschauen könne.

SeCSo und jetzt sitze ich in der Sitzecke im ServiceCenter, eben haben wir meinen Wagen hochgefahren und tatsächlich. Die Lenkung rechts ist ausgeschlagen und hat Spiel und die Lenkung links zeigt erste Ermüdungserscheinungen. Konsequenz: Neuen Termin machen und austauschen lassen.

Dazu stellen die Mitarbeiter des ServiceCenters noch fest, dass die Reifen hinten am Grenzwert sind, diese lasse ich sofort austauschen.

Und dann hoffe ich, dass ich bis zum Werkstatttermin mit max. Tempo 110 noch einige Tage über die Runden komme.

 

Mit dem Tesla zum TÜV

Im Januar diesen Jahres war es soweit, auch ein Tesla Model S muss TÜVeinmal zum TÜV. Natürlich hätte ich bequem den Service in der Werkstatt wahrnehmen lassen können, aber der Aufwand zum Service Center zu fahren war ungleich größer als zum lokalen TÜV in der naheliegenden Kreisstadt zu fahren.

Ja und dort machten die Mitarbeiter erst mal große Augen und hatten eine Menge Fragezeichen in den Augen. Es war der erste Tesla der dort zur TÜV Prüfung anstand, es gab aber bereits ein Manual für die Prüfung.

Der Mitarbeiter hat sich dann aber doch mehr auf mich als auf mein Manual verlassen, sonst hätte der Termin sicherlich Stunden gedauert. So war die ganze Abnahme am Ende mehr ein gemütliches Schnacken und eine Verkaufsveranstaltung für Tesla. Natürlich wurden die formalen Prüfungen alle glänzend bestanden.

Nun werden Elektrofahrzeuge laut

In den USA ist eine Verordnung erlassen worden, nach der Elektrofahrzeuge bis zu einer Geschwindigkeit von 19 mph über eine künstliche Quelle Fahrgeräusche abzugeben. Wie die Hersteller das umsetzen, bleibt den Herstellern überlassen. Die Regelung gilt für alle neu produzierten Fahrzeuge ab dem 1. September 2019, bereits zum 1. September 2018, müssen die Hälfte der neu zugelassenen Fahrzeuge dieses Kriterium erfüllen.
Quelle: The Verge

Hoffentlich kommt mein Model 3 noch vorher, denn das ist das letzte was ich will. Ich bin froh, dass es endlich ruhiger wird und dann eine solche Regelung.

Dienen soll die Regelung Fußgängern, insbesondere Blinden. Ist ja im Prinzip nachvollziehbar, aber Fahrräder machen genauso wenig Geräusche. Und ein Blinder der plötzlich die Straße betritt gefährdet die geräuschlosen Radfahrer. Viel wichtiger ist die hohe Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer, gerade in Umgebungen, in der Fußgänger unterwegs sind. Und da sollten doch die Entwicklungen zum autonomen Fahren zielführender sein.

Die einzige für mich denkbare Variante ist ein vom Fahrer auf Wunsch zuschaltbarer Geräuschpegel, der individuell gestaltet werden kann, wer weiß was man damit für Freunde gewinnen kann.

Das Thema ist nicht neu und bereits in einem Beitrag im Januar 2014 habe ich dazu erste Ideen entwickelt.

 

 

USA: 320.000 km und nur 6 % Akkuverlust – oder in Deutschland halten Tesla Model S Ihr Versprechen nicht

Auf Ecomento TV ist ein Bericht veröffentlicht worden, nach dem ein Tesla in den USA bei 320.000 km nur 6 % Leistungsverlust des Akkus hat, und das überwiegend bei Volladung.

Es handelt sich um ein Langstrecken-Taxi von US-Startup Tesloop.

„Trotz seines Dauereinsatzes hat die Batterie des Langstrecken-Teslas von Tesloop bisher gerade einmal um die sechs Prozent Leistungsfähigkeit – und damit Reichweite – eingebüßt. Erwähnenswert: Tesloop lädt seine Elektroautos täglich zu 100 Prozent voll, obwohl vom Hersteller eine Ladung von nur 90 Prozent empfohlen wird.“

Wie passt das zu meinem Leistungsverlust von 10-12% bei ca. 140.000 km und gemäß Herstellerempfehlung selten Vollladung.

Was kann da noch den Unterschied machen. Auch ich fahre überwiegend Langstrecke. Jetzt kommt mir ein Gespräch  in den Sinn, dass ich vor kurzen mit einem anderen Tesla Model S Fahrer im ServiceCenter hatte.

Ich hatte mir gerade neue Bremsbeläge einbauen lassen, weil die bestehenden bei nunmehr 140.000 km zwar nicht abgenutzt waren sondern „verottet“ wegen seltener Nutzung (Originalton Tesla Mitarbeiter).

Im Gespräch erzählte mir der andere Fahrer, ihm sei empfohlen, den Wagen nicht zu oft und lange unter Vollast zu fahren, um den Akku zu schonen. Wenn dem so ist, finde ich es schade, wenn Tesla dieses nicht mitteilt.

Wäre für mich aber dann ein nachvollziehbarer Grund für den höheren Leistungsverlust. Auf meiner täglichen Strecke fahre ich regelmäßig längere Strecken bei fast Höchstgeschwindigkeit.

Konsequenz letztendlich: Tesla kann sein Leistungsversprechen für die Haltbarkeit der Batterie im deutschen Markt nicht halten. Denn das Fahren bei hoher Geschwindigkeit ist in Deutschland im Gegensatz zu den USA und anderen Ländern in diesem Markt üblich und gehört zum „normalen“ Gebrauch.

 

 

Auch Dobrindt ist bereits „pilotiert“ gefahren

Da scheint Herr Dobrindt ja gewußt zu haben, was er schreibt. Zumal wenn das Foto auf der Webseite von Volkswagen nicht gestellt ist. Wenn man genau hinschaut, ist das Auto dort mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h unterwegs und das, ohne dass Herr Dobrindt die Hände am Lenkrad hat.  Mutig, mutig.

dobrindtQuelle: http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/news/2015/04/dobrindt.html

 

Von wegen Herr Dobrindt schreibt

Zuerst ein wenig Unruhe und Angst, was denn jetzt wohl käme, als mich ein Schreiben des KBA (Kraftfahrtbundesamtes) in der letzten Woche erreichte.

Es war aber „nur“ das Schreiben, dass in der Presse groß angekündigt wurde. Herr Dobrindt würde alle Autopilotnutzer auf die Grenzen des Systems hinweisen.

Nun ja, Herr Dobrindt hat mir nicht geschrieben, sondern Herr Zinke, wobei das „von Amts wegen“ wahrscheinlich auch so sein muß. Herr Zinke ist immerhin Präsident des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg, den meisten ist dieses nur als Punktesammler bekannt.zinkeWas Herr Zinke leider nicht weiß und was mich ein wenig verwundert, dass er es nicht weiß. Mein Tesla Model S hat leider gar kein Autopilotsystem. Eigentlich hätte ich erwartet, dass die Systeme, die akribisch genau alle Daten über Führerscheininhaber und zugelassene KFZ sammeln, auch wissen, welche Modellvarianten im Markt zugelassen sind.

In jedem Fall aber nett zu lesen das Schreiben.

„Bei dem in Ihrem Fahrzeug verbauten so genannten „Autopilot“ handelt es sich um ein reines Fahrerassistenzsystem und nicht um ein hochautomatisiertes Fahrzeug, das ohne ständige Aufmerksamkeit des Fahrers betrieben werden kann. “

img_2578Kann ich absolut nachvollziehen. Wenn das System mit den gleichen Fehlern behaftet ist, wie das Navigationssystem im Tesla würde ich mich ihm auch nicht ohne eigene Mitarbeit anvertrauen. Zu letzterem ein aktuelles Beispiel, was mir letzte Woch auf dem Rückweg von Leipzig ereignete. Da soll ich doch für 479 km 13 Stunden und 20 Minuten unterwegs sein.

Ich könnte sehr viele solcher Beispiele aufzeigen, die ich in den letzten Monaten dokumentiert habe,  beim Navi kann ich aber ohne Probem damit leben. Beim Fahrerassistenzsystem könnte ich das auch. Einige Teslafahrer mit „Autopilot“ habe mir über gefahrvolle und merkwürdige Verhaltensweisen dieses Features berichtet und können gut damit umgehen und wollen, vor allem aus Sicherheitsgründen nicht darauf verzichten. Ich jedenfalls freue mich auf meinen nächsten Tesla, der diese Funktionalität beinhaltet, nach den Ankündigungen von letzter Woche ja sogar in Level 5 Qualität.

Ach ja, der Vollständigkeit halber hier noch das Schreiben des KBA, für alle, die Interesse daran haben und es nicht bekommen haben, weil sie keinen Tesla besitzen. Interessieren würde mich nur noch, ob jetzt jeder, der einen Tesla als Mietwagen ausleiht, das Schreiben auch vorgelegt bekommt und ob jeder der einen Tesla neu zuläßt ebenfalls sofort dieses Schreiben bekommt.

kraftfahrtbundesamt

Reichweitenverlust der Batterie bei hoher Laufleistung

Wie bereits in vorherigen Beiträgen berichtet, habe ich einen Reichweitenverlust an meinem Tesla Model S zu beobachten.

Die Tesla Ingenieure haben das im Sommer dieses Jahres wie folgt kommentiert:

„Wie mit Ihnen besprochen gibt es fahrleistungsbedingt einen Reichweitenverlust und die angezeigte Reichweite kann durch Ladezyklen zwischen 20%-80% verbessert werden.“

Ich habe seitdem konsequent die Ladezyklen auf 80%-90% (Herstellerempfehlung im Fahrzeug) begrenzt und in der letzten Woche eine erneute Meßreihe erstellt. Das Fahrzeug hat inzwischen eine Fahrleistung von ca. 136.000 km und die Batterie zeigt tatsächlich leichte Erholungserscheinungen, so dass der Reichweitenverlust gegenüber der ursprünglichen Messung im Oktober 2014 sich nunmehr auf ca. 10,5 % statt der im April gemessenen 12,5 % reduziert.

reichweitenverlust-bei-136-000-kmEs gibt aber auch andere Effekte, die einen Einfluß haben können, so unter anderem die Außentemperatur, die an diesem Tag ca. 25 Grad betrug, der Einfluß von Heizung und Klimaanlage, die Fahrweise etc.

Am Ende gilt es den Zustand weiter zu beobachten.

Da ich ja häufig auf dieses Thema angesprochen werde, berichte ich auch regelmäßig darüber, u.a. auch in Kreise der Automobilindustrie, die dann regelmäßig kommentieren, dass das in der Tat ein beeindruckend geringer Reichweitenverlust ist. Hilft mir zwar nichts, aber ist trotzdem interessant.